Aktueller Blog

 

Wenn du gehst, geh einfach nur.

Wenn du sitzt, dann sitz einfach nur.   Aber schwanke nicht.   (Yun-Men)

oder Unachtsamkeit rächt sich.....

 

Letztens fuhr ich mit meinem ebike, ohne ebike zu fahren. Mein Mann und ich drehen gerne bei Sonnenschein eine Runde so ca. 40 - 50 km, er sportlich, ich mit Antrieb. Dabei haben wir unsere kleine Pippa (unser Hund, siehe unteren Blog) nicht dabei.

Weil ich eher fertig zum Start war, sagte er: "Fahr du nur los, ich hole dich schon ein."

Und ich fuhr, zu schnell auf die erste Kreuzung los. Ein Auto war hinter mir, ich musste bremsen, um abzubiegen und dann ging es plötzlich alles furchtbar schnell und die Straße kam immer näher. Ich hatte die falsche Bremse viel zu fest angezogen und auch noch in Panik mit den Füssen die Pedale bedient, was das Rad nur noch mehr antrieb. 

Ja und es kam, was kommen musste ich flog über mein Rad, das Rad bewegte sich auf mich zu und der Lenker stieß mir in die Rippen, so dass mir die Luft weg blieb. Ich hatte Prellungen im Gesicht und die Hand war furchtbar dick. 

Sanka, Polizei, volles Programm!

Plötzlich musste ich Zeit haben um auf den Sanka zu warten, mitzufahren, mich röntgen zu lassen.....

Bewegen durfte ich mich nicht, erst nach dem Röntgen, als klar war, das nicht gebrochen ist.

Es dauerte eine Woche, bis ich wieder hergestellt war. Manches ging nicht mehr so leicht wie zuvor, aber nun ist alles lange wieder gut. 

Warum ich das schreibe?

Ich glaube manchmal muss man einfach (wenn auch schmerzlich) die Erfahrung machen, mit seinen Gedanken und seiner Wahr-nehmung bei der Sache zu sein. Es fällt richtig schwer, seine Sinne zu schärfen, zu beobachten und nicht im Gedankenkarussell

zu fahren. Manchmal kann man nicht genießen und ist in Gedanken ganz woanders. 

Jeder Moment ist der wichtigste Moment, er kommt nicht wieder.

Aber Übung macht den Meister, es ist schon von Vorteil, wenn man sich bewusst ist, das man unachtsam ist. Dann hat man wieder die Chance neu zu beginnen. Wenn ich nun mit meinem geliebten ebike fahre, bin ich bei Weitem nicht mehr so unbe-

schwert wie vorher. Einen Berg runter zu sausen, traue ich mich im Moment noch nicht. 

Aber ich habe gesehen, wie schnell man aus der Bahn geworfen wird. Dabei hatte ich viel Glück im Unglück!

Wertvoll war auch die Erfahrung, wie freundlich und hilfsbereit die Menschen sind und was Rettungssanitäter leisten.

Ich fühlte mich gut aufgehoben und sicher. In diesem Sinne:

 

Wenn du gehst, geh einfach nur. Wenn du sitzt, dann sitz einfach nur. Aber schwanke nicht.

 

 

 

Was hat die Coronapandemie mit mir gemacht?

 

Wie geht es uns in diesen Zeiten? Diese Frage stellt sich jedem im Moment. Das nehme ich zum Anlass um ein bisschen von mir zu berichten. 

Mir ging es wie vielen: meine Arbeit brach ein, ich durfte nicht mehr Präsenzkurse und Angebote geben, sei es bei den Volkshochschulen oder im Behindertenwohnheim oder in den Landshuter Werkstätten. Einmal letzten Sommer gab es eine kleine Ausnahme: ein Chantkreis sehr klein im Freien, wie toll das war!!!!

Aber beim ersten Lockdown war sogar ich in einem Loch gefangen. Wer half mir da raus?

Da mein geliebter Schäferhund Tessa im Oktober 2019 starb wollte ich wieder eine Fellnase haben, wegen unserer Urlaube mit Womo und Motorrad war es denkbar schlecht, sich mit einem Hund dieser Freiheit zu berauben. Gibt es einen Weg, zusammen diese tolle Zeit zu verbringen, vielleicht ein Motorrad mit Beiwagen, oder einen kleinen Hund, der mitfährt?

Es wurde ein kleiner Hund, die Pippa, welche kam, wie bestellt: niedlich, frech und bereit, im Motorrad mitzufahren, ebenso im ebike.

Das machte die ganze Lockdowngeschichte doch klein etwas erträglicher und ich war mit Welpenerziehung und Zusammenwachsen sehr beschäftigt. Alleine lassen durfte man das Energiepaket aus dem Tierheim eine lange Zeit nicht, nur bei Verlassen des Raumes gab es ein Herz zerreißendes Heulen und Fiepen und einen Hund, der panisch war vor Verlustängsten. Dann ging sie eben überall mit... auch zum oben erwähnten Chantkreis! Inzwischen ist das Vertrauen bei Pippa voll ausgeprägt und es klappt prima. 

Es gab viele Terminanfragen in meiner Praxis, die jedoch leider manchmal daran scheiterten, dass ich nicht über die Krankenkasse abrechnen darf. Was mich eigentlich traurig macht, denn warum ist man es sich selber nicht wert, etwas in die eigene Gesundheit und Psychohygiene zu investieren? Wo es doch in diesen Zeiten ganz besonders wichtig ist, auf sich selber zu achten und zu schauen und auch mal professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es nötig ist. 

Corona half mir, manche gewohnte Denkweise in Frage zu stellen und einige Dinge zu ändern, die ich sonst sicher unnötig weiter mit mir geschleppt hätte. Positiv ergeben haben sich hier: Homeoffice, Zoommeetings, Onlinekurse, Zeiten in der Natur, in meinem Garten, beim Sport mit Hund und Mann. Einige Fachliteratur wurde wieder und wieder durchgewälzt, neue Lieder wurden gelernt, andere Instrumente besorgt. Plötzlich gab es Inputs verschiedenster Art!

Und es ist noch das Ende des Weges!

Gehen wir ihn positiv weiter und sehen wir, wo wir ankommen.