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Was hat Corona mit mir gemacht?

 

Wie geht es uns in diesen Zeiten? Diese Frage stellt sich jedem im Moment. Das nehme ich zum Anlass um ein bisschen von mir zu berichten. 

Mir ging es wie vielen: meine Arbeit brach ein, ich durfte nicht mehr Präsenzkurse und Angebote geben, sei es bei den Volkshochschulen oder im Behindertenwohnheim oder in den Landshuter Werkstätten. Einmal letzten Sommer gab es eine kleine Ausnahme: ein Chantkreis sehr klein im Freien, wie toll das war!!!!

Aber beim ersten Lockdown war sogar ich in einem Loch gefangen. Wer half mir da raus?

Da mein geliebter Schäferhund Tessa im Oktober 2018 starb wollte ich wieder eine Fellnase haben, wegen unserer Urlaube mit Womo und Motorrad war es denkbar schlecht, sich mit einem Hund dieser Freiheit zu berauben. Gibt es einen Weg, zusammen diese tolle Zeit zu verbringen, vielleicht ein Motorrad mit Beiwagen, oder einen kleinen Hund, der mitfährt?

Es wurde ein kleiner Hund, die Pippa, welche kam, wie bestellt: niedlich, frech und bereit, im Motorrad mitzufahren, ebenso im ebike.

Das machte die ganze Lockdowngeschichte doch klein etwas erträglicher und ich war mit Welpenerziehung und Zusammenwachsen sehr beschäftigt. Alleine lassen durfte man das Energiepaket aus dem Tierheim eine lange Zeit nicht, nur bei Verlassen des Raumes gab es ein Herz zerreißendes Heulen und Fiepen und einen Hund, der panisch war vor Verlustängsten. Dann ging sie eben überall mit... auch zum oben erwähnten Chantkreis! Inzwischen ist das Vertrauen bei Pippa voll ausgeprägt und es klappt prima. 

Es gab viele Terminanfragen in meiner Praxis, die jedoch leider manchmal daran scheiterten, dass ich nicht über die Krankenkasse abrechnen darf. Was mich eigentlich traurig macht, denn warum ist man es sich selber nicht wert, etwas in die eigene Gesundheit und Psychohygiene zu investieren? Wo es doch in diesen Zeiten ganz besonders wichtig ist, auf sich selber zu achten und zu schauen und auch mal professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es nötig ist. 

Corona half mir, manche gewohnte Denkweise in Frage zu stellen und einige Dinge zu ändern, die ich sonst sicher unnötig weiter mit mir geschleppt hätte. Positiv ergeben haben sich hier: Homeoffice, Zoommeetings, Onlinekurse, Zeiten in der Natur, in meinem Garten, beim Sport mit Hund und Mann. Einige Fachliteratur wurde wieder und wieder durchgewälzt, neue Lieder wurden gelernt, andere Instrumente besorgt. Plötzlich gab es Inputs verschiedenster Art!

Und es ist noch das Ende des Weges!

Gehen wir ihn positiv weiter und sehen wir, wo wir ankommen.